Sicherheit im und am Haus

Durch Einbrüche in Wohn- und Geschäftsräume werden jährlich Schäden in Höhe von über 2 Milliarden DM verursacht. Es ist nicht nur Diebesgut, sondern vielmehr Vandalismus, der den Großteil der Schäden ausmacht. Jeder zweite Einbrecher kommt bei Etagenwohnungen ganz einfach durch die Wohnungseinganstür. Bei Einfamilienhäusern sind es meist Fenster, Terrassentüren und Keller- oder Dachfenster. Mit wenig Aufwand können eine ganze Reihe Sicherungsmaßnahmen selbst durchgeführt werden. Die folgenden Tips können jedoch nicht alle Möglichkeiten der Sicherungstechnik aufzeigen.

Schwachstellen am Haus

1. Haustür, Wohnungseingangstür

2. Balkontür, Terrassentür

3. Fenster, Rolläden

4. Kellertür

5. Lichtschächte, Roste

6. Grundstücksfläche


Türen sichern

Die Tür ist nicht nur für uns der normale Weg, um in unsere Wohnung oder Haus zu kommen. Auch Einbrecher benutzen in hohem Maße die Tür.

Das Kastenschloß mit Sperrbügel bietet große Sicherheit.

Bei einmaligem Schließen dient es als Raubsperre. Es kann spaltbreit geöffnet werden. Ganz öffnen läßt es sich nur nach nochmaligem Schließen. Zweimal geschlossen bietet es eine totale Sicherheit gegen gewaltsamen Aufbruch.

Das Kastenschloß bietet zusätzliche Sicherheit zum eingebauten Türschloß.

Hinterhaken sind Sicherungsbolzen, die ein Aushebeln der Tür verhindern.

Sicherheitsschließbleche sind länger und aus stärkerem Material wie normale Schließbleche und können durch eine diagonale Befestigung nicht so leicht entfernt werden.

Sicherheitstürketten bieten nur bedingt Schutz.

Auch Nebentüren dürfen beim Absichern nicht vergessen werden. Hier sind innen angebrachte Riegel der beste Schutz.

Türspione sind sinnvoll, wenn sie wenigstens einen Sichtwinkel von 160° haben.

Sicherheitstürschilder haben keinen überstehenden Schließzylinder. Achten Sie beim Kauf auf die Form der Schloßöffnung, damit das Schild nachher paßt.

Die Verschraubung des Sicherheitstürschildes erfolgt von innen. Befolgen Sie hierzu die Montageanweisung.


Fenster sichern

Balkontüren haben Hebelbeschläge, die man mit einer einfachen Sicherung gegen Hochheben schützen kann.

Für Terrassenschiebetüren erlaubt ein eingebautes Schiebetürschloß noch das spaltbreite Öffnen zum Lüften.

Rolläden sind für Einbrecher selbst im geschlossenen Zustand kein Hindernis. Diese müssen gegen Hochheben gesichert sein. Eine einfach anzubringende Rolladensicherung verhindert ein Hochheben von außen.

Sind keine Rolläden vorhanden, sollten zumindest abschließbare Fenstergriffe eingebaut werden.

Die Gitterrostsicherung verhindert das Anheben eines Rostes.

An Kellerfenstern mit Gittern sind leicht Vorhängeschlösser anzubringen.


Automatische Beleuchtung für Sicherheit

Die vorstehend angeführten Sicherungsmaßnahmen sind nur eine Grundsicherung für Haus und Wohnung. Einbrecher haben es dadurch schwerer, an ihr Ziel zu kommen. Elektronisch gesteuerte Warnanlagen und Beleuchtungen, die über Bewegungsmelder geschaltet werden, bieten eine „Rundum-Abschreckung“. Sie müssen allerdings ohne Erfassungslücke montiert werden. Denn eine Schwachstelle kann schon ausreichen, um dem Dieb den Zutritt zu ermöglichen.