Tapezieren leicht gemacht

Die Werkzeuge

1. Senklot

2. Zollstock

3. Tapezierschere

4. Kleisterbürste

5. Cuttermesser

6. Spachtel

7. Tapezierbürste

8. Bleistift

9. Tapeziermesser

10. Andruckrolle

11. Nahtroller


Tapeten zuschneiden

Tapetenbedarf berechnen
Rechnen sie einfach: Raumumfang mal Raumhöhe geteilt durch 5 ergibt Anzahl der Tapetenrollen*.
*Bei Eurorolle: Diese ist 53 cm breit und 10,05m lang - ergibt 5 qm

Den Untergrund vorbereiten:
Alte Tapeten sowie wasserlösliche Anstriche und nicht haftende Dispersionsanstriche entfernen. Lackanstriche werden angelaugt und mit einer Haftbrücke gestrichen. Risse und Unebenheiten verspachteln.

Messen Sie die Wandhöhe an mehreren vergleichbaren Stellen und geben Sie 10 cm hinzu.

Übertragen Sie die maximale Wandhöhe auf die Tapete.

Die Tapetenbahn an der Markierung umschlagen und mit dem Tapeziermesser durchtrennen.

Mit Hilfe der ersten Bahn nun alle weiteren Bahnen mit vergleichbarer Länge zuschneiden.

Auf der Rückseite gleichmäßig von der Mitte aus einkleistern.

Zum Einweichen werden die Tapetenbahnen wie links gezeigt zusammengelegt. Bereiten Sie nur so viele Bahnen vor, wie Sie zügig verarbeiten können.


Die richtige Reihenfolge beim Tapezieren

Tapezieren Sie in Richtung des größten Lichteinfalls.

Die erste Bahn wird mit dem Senklot ausgerichtet, indem Sie entlang des Schnurverlaufes Markierungsstriche anbringen und daran die erste Tapetenbahn ausrichten. Diese von der Mitte aus mit der Tapezierbürste fest anstreichen. Bei glatten Papiertapeten kann eine Andruckrolle verwendet werden.

Das Tapezieren von Fensternieschen erfolgt in der Reihenfolge der Abbildungen:

Tapezieren Sie mit Mustertapeten, dann sollten Sie auch an Tür- und Fensternieschen den Musterverlauf einhalten. Tapezieren Sie hierzu von einer Seite an die Tür oder das Fenster heran. Ist die letzte Bahn sehr schmal, dann teilen Sie diese der Länge nach und setzen sie beim Tapezieren wieder zusammen, wobei die benötigten kurzen Stücken vor dem Einkleistern entsprechend gekürzt werden.

Sind auch von der anderen Seite her schmale Bahnenteile erforderlich, werden diese ebenfalls der Länge nach geschnitten, eingekleistert und an der Wand wieder zusammengefügt.


Verarbeitungstips

Tapetenüberstände mit dem Scherenrücken markieren. Die Tapete etwas abziehen und entlang der Knicklinie abschneiden.

An der Kante einer Spachtel kann der Tapetenüberstand auch mit einem Cuttermesser abgeschnitten werden.

Wie bereits erwähnt, müssen Steckdosen, Schalter und andere stromführende Installationen vor der Tapezierarbeit vom Stromnetz abgeschaltet werden. Steckdosen und Schalter werden nach entfernen der Schutzabdeckung dann einfach übertapeziert.

Nun die Dosen mit dem Cuttermesser freischneiden.

Tapetensymbole
a Ansatzfrei
b Restlos spaltbar
c Versetzter Ansatz
d Gerader Ansatz
e Farbbeständigkeit gegen Licht gut
f Wasserbeständig zum Zeitpunkt der Verarbeitung
g Waschbeständig
h Hoch waschbeständig

Die Deckenbahnen werden wie eine Ziehharmonika zusammengefaltet, dürfen aber nicht geknickt werden.

Nachdem so viele Bahnen zugeschnitten und eingekleistert sind, wie sie für eine Decke benötigt werden, sollte auch hier an der Fensterwand mit dem Ankleben begonnen werden. Bei zwei Fenstern sollte man dort beginnen. wo der Lichteinfall am stärksten ist.

Die oberste Falte der Tapetenbahn wird aufgeklappt und an der Decke angesetzt. Sie wird mit der Hand leicht in die Ecke gestrichen und erst, wenn sie richtig sitzt, behutsam mit der Tapetenbürste angedrückt. Danach werden die nächsten Falten aufgeklappt und mit der Bürste festgedrückt. Es muß immer sorgfältig darauf geachtet werden, daß der Tapetenrand entlang der Markierungslinie (am Deckenende oder an der vorhergehenden Bahn) verläuft. Ein Helfer kann den zusammengeklappten Rest der Tapete mit einem Besen abstützen, wenn er nicht auf dem Gerüst steht.

Anzahl der Tapetenrollen

Raumumfang in Meter Raumhöhe
2,10 - 2,35 m
Raumhöhe
2,40 - 3,05 m
Raumhöhe
3,10 - 4,00 m
6 3 4 5
10 5 7 9
12 6 8 11
15 8 10 14
18 9 12 17
20 10 14 19
24 12 16 23