Mauern und Verputzen

Die Werkzeuge

1. Zollstock

2. Mörtelbrett

3. Senklot

4. Richtscheit

5. Fugenkelle

6. Stukkateur-Spachtel

7. Berliner Maurerkelle

8. Berner Putzkelle

9. Wasserwaage

Die Maurerkellen

Kellen unterscheiden sich im Material, der Verarbeitung und Form. Die Formenvielfalt, von der hier nur wenig gezeigt werden kann, kommt von regionalen Traditionen. Das Mauern ist normalerweise eine länger andauernde Tätigkeit. Deshalb muß jeder für sich entscheiden, welche Kelle am besten in der Hand liegt.


Mauerverbände

Läuferverband
Läufer sind in Längsrichtung vermauerte Steine. Beim Läuferverband wird am Ende jeder zweiten Reihe ein halber Stein vermauert. Dadurch entsteht eine versetzte Stoßfuge.

Blockverband
Hier werden Läufer- und Binderschichten abwechselnd vermauert.

Holländischer Verband
Beim Holländischen Verband werden abwechselnd ein Binder und zwei parallel sitzende Läufer vermauert. Den Fugenversatz erreicht man durch Viertelsteine in jeder zweiten Lage.

Beachten Sie die Vorschriften über die erlaubten Mauerhöhen und den erforderlichen Grenzabstand.


Steinformate

a: Porenbeton

b: Porenziegel

c/d/e: Kalksandstein

f: Bimsbeton

g: Planblock

DF = Dünnformat = 24 x 11,5 x 5,2 cm

NF = Normalformat = 24 x 11,5 x 7,1 cm

2DF = 2 x Dünnformat = 24 x 11,5 x 11,3 cm

3DF = 3 x Dünnformat = 24 x 17,5 x 11,3 cm


Mauern

Für einen stabilen Mauerverband sind versetzte Stoßfugen erforderlich. Die Steine werden von Lage zu Lage um 1/4 oder 1/2 Steinlängen versetzt (außer bei Abdeckschichten und Glasbausteinen).

Beim Mauern wird der Mörtel vollflächig auf die Lagerfuge aufgetragen. Mittig eine leichte Fuge in den Mörtel ziehen und einen Stein auflegen und ausrichten. Nun den nächsten Stein greifen, auf eine Stoßfuge Mörtel auftragen und den Stein mit dieser Seite ansetzen und ausrichten. Überquellenden Mörtel abstreichen und auf die Lagerfuge geben.


Mörtelputz herstellen

Mörtelputz eignet sich für innen sowie für außen. Vor dem Verputzen wird die zu verputzende Fläche gesäubert. Lose Teile und Verunreinigungen müssen entfernt werden. Mörtel-Putz besteht aus Zement und Kalk. Deshalb bei der Arbeit Handschuhe tragen und Augenkontakt vermeiden.

Das Auftragen des Mörtelputzes kann man sich erheblich erleichtern, wenn Führungslatten am Mauerwerk befestigt werden. Alternativ dazu können Schnellputzleisten mit Mörtelbatzen an der Wand angebracht werden. Die Leisten lotrecht ausrichten. Nun den Mörtel mit der Maurerkelle anwerfen.

Mit einem Richtscheit wird die Putzfläche nun abgezogen. Eine planebene Fläche erreicht man durch kreisförmige Bewegungen mit dem Reibebrett. Werden mehrere Schichten benötigt, sollte wenigstens 24 Stunden vor dem Weiterarbeiten gewartet werden. Achten Sie auf ein gleichmäßiges Trocknen der Putzfläche. Große Hitze schadet beim Trocknen ebenso wie Kälte und Nässe. Eventuell die Fläche mit einer Folie abdecken.

Heute sind fast alle benötigten Produkte als Fertigprodukte erhältlich. Der Inhalt wird je nach Produkt einfach mit Wasser angemischt und ist gebrauchsfertig.


Innenputz

Gips-Putz wird im Innenbereich zur Herstellung planebener Wandflächen verwendet. Er ist der ideale Untergrund zum anschließenden Streichen oder Tapezieren. Verunreinigungen, lose Teile, sowie ölige und fettige Stellen sind vor dem Verputzen zu entfernen. Den Gips-Putz auf die vorgenäßte Wand gleichmäßig auftragen und mit dem Richtscheit abziehen. Anschließend wird der Putz mit dem Reibebrett glattgerieben.

Dekor-Putz wird auf glatte, ebene, saubere, trockene und tragfähige Bauwerksuntergründe aufgetragen. Je nach Produkt wird eine Grundierung aufgestrichen. Nach dem Trocknen kann der Putz aufgetragen werden. Richten Sie sich wie auch bei allen anderen Fertigprodukten nach dem vorgeschriebenen Mischungsverhältnis und den Verarbeitungshinweisen. Bei größeren zusammenhängenden Flächen den Putz ohne Arbeitsunterbrechung auftragen. Zum Herstellen der Putzstruktur können Pinsel, Kelle, Strukturrolle usw. verwendet werden.