Installation leicht gemacht

Die Werkzeuge

1. Rohrabschneider mit Entgrater

2. Zollstock

3. Bleistift

4. Halbrundfeile

5. Puk-Säge

6. Rohrzange


Standardmaße für die Sanitärinstallation

Sanitärinstallationen können mit den heute erhältlichen Materialien leicht ausgeführt werden. Bei der Installation sind die nebenstehenden Standardmaße üblich und sollten nach Möglichkeit eingehalten werden.

Wichtig: Bevor Sie Reparaturen oder sonstige Arbeiten am Wasserleitungssystem ausführen, muß die Wasserzufuhr abgedreht werden. Absperrventile fest, aber nicht zu fest zudrehen, denn sie müssen ja wieder geöffnet werden. Entleerung nicht vergessen!

Verlegen Sie Kalt- und Warmwasserleitungen immer rechtwinklig zu Decken und Wänden. Auch sollten die Leitungen immer auf dem kürzesten Weg verlegt werden. An Tief- und Hochpunkten ist eine Entleermöglichkeit bzw. eine Be- und Entlüftung einzubauen. Leitungsverbindungen werden erst nach einer Druckprüfung eingemauert, verputzt oder verkleidet. Beachten Sie in jedem Fall die Herstellerhinweise der verwendeten Materialien.


Klemmringverbindung bei Kupferrohren

Das Kupferrohr in einen Schraubstock einspannen und mit dem Rohrabschneider in Kreisbewegungen abtrennen.

Mit dem Entgrater des Rohrabschneiders das Rohr innen entgraten.

Das Verbindungsteil auseinanderschrauben. Die Überwurfmutter und den Klemmring über das Kupferrohr schieben. Das Rohrende und den Klemmring mit Dichtungspaste einstreichen und die Verbindung herstellen. Drehen Sie die Überwurfmuttern fest, aber nicht zu fest.


Rohrstecksysteme

Rohrstecksysteme aus Kunststoff können schnell und problemlos montiert werden. Es stehen hierzu viele Systemteile für die unterschiedlichsten Installationsarbeiten zur Verfügung. Sie haben zudem den Vorteil, daß sie nicht rosten oder durch Kalkablagerungen zerstört werden.


Verzinkte Stahlrohre verbinden

Durch das Addieren der Gewindelängen und der benötigten Rohrlänge erhält man die Gesamt-Rohrlänge.

Die Gewinde werden mit Teflon-Dichtband oder Hanf umwickelt. Ziehen Sie dabei das Dichtband fest an.

Das Rohr und den Fitting zuerst von Hand und dann mit der Rohrzange das Rohr festhalten.

Die unten dargestellten Fittings dienen zum Verbinden von verzinktem Stahlrohr. Rohre aus anderen Materialien werden mit den Fittings aus dem entsprechenden Material verbunden.

90° Winkel

90° Winkel mit
Außengewinde

90° T-Stück

Muffe

Verschraubung

Verschraubung mit
Außengewinde

Reduziermuffe

Reduziernippel

90° Bogen mit
Außengewinde

Rohrnippel

Gewindenippel

90° Bogen


HT-Rohre kürzen und verbinden

HT-Rohre (graue Kunststoffrohre) sind hochtemperaturbeständig für Abwasser bis 90°C geeignet. Es sind zahlreiche Rohrlängen und passende Formstücke erhältlich. Abwasserrohre sollten in Gebäuden ein Mindestgefälle von 2 cm pro m Rohrleitung und ein Höchstgefälle von 5 cm pro m Rohrleitung haben. Sind die Rohrleitungen nicht mit Standardrohrlängen durchzuführen, werden die Rohre wie folgt abgelängt und verarbeitet.

Das abzulängende Rohr auf die leicht geöffneten Backen eines Schraubstockes legen, jedoch nicht fest einspannen. Nun mit einer feingezahnten Säge (Puk-Säge) mit einem rechtwinkligen Schnitt durchtrennen.

Den entstandenen Außengrat mit einer Halbrundfeile glätten und dabei eine neue Fase anbringen, da die vorhandene Fase durch das Ablängen entfallen ist.

Mit einem scharfen Messer den Innengrat entfernen.

Mit einem Gleitmittel das Rohrende einstreichen.

Bei gleichzeitigen Links-Rechtsdrehungen das Rohr in das Verbindungsteil bis zum Anschlag einschieben.

Das Rohr über der Muffenkante markieren und etwa 1 cm herausziehen. Bei Erwärmung kann sich das Rohr nun noch ausreichend dehnen.


Geruchverschlüsse

Der Geruchverschluß (Siphon) hält bei jedem Wasserablauf eine bestimmte Wassermenge (Sperrwasser) zurück. Dieses Wasser verhindert die Geräuschübertragung und schützt vor Gerüchen. Bei seltener Benutzung des Wasserablaufes kann das Wasser verdunsten. Nachhilfe schafft das Auffüllen von Hand. Unterschiedliche Wasserablaufstellen erfordern oft auch unterschiedliche Konstruktionen von Geruchverschlüssen. Im Funktionsprinzip sind sie jedoch alle gleich.